Gewonnen, dennoch unzufrieden – F2 des SV Bannewitz gewinnt gegen die Freitaler F mit 10:3

In Vorbereitung des Pokalspiels am kommenden Samstag gegen den 1. FC Pirna 2 wollte Trainer Jürgen Meißner auf dem Rasen testen, was die Spieler in den letzten Trainingsstunden gelernt hatten. Eigentlich sollten nur die nominierten Spieler antreten, dann der Kurswechsel, alle Kinder sollten zum Zug kommen.

Aufgelaufen sind jedoch die Spieler der Mannschaft für den Samstag: Bauer und Noack in der Verteidigung, Schütze im Mittelfeld und Juschten sowie Zessel im Sturm. Hier war am Anfang klar zu sehen, Rasen ist schwierig, die Bälle rollen nicht weit genug, die Pässe demzufolge zu kurz. Somit sah es nach einigen Spielminuten so aus, dass die Bannewitzer eine echte Herausforderung haben würden. Ungeachtet dessen konnte Tom schütze in der 5. Minute den Befreiungsschlag einläuten und legte in der 8. nach. Der Magendruck war weg.

Die Freitaler kämpften wie die Löwen, nur ihr Spiel „im Rudel“ auf einen Ball ließ Konter gut aussehen. Wenn der Ball dann aus dem Pulk herausfand, dann waren die Blau-Weißen wie die Geier zur Stelle und ab ging die Post. Dennoch dauerte es bis zur 14. Minute, dass endlich Justus Juschten sein Tor schoss. Kurz vor der Halbzeit konnten die Spieler Zessel und Juschten nochmal über ein exzellentes Passspiel erfolgreich sein. So haben sie es gelernt.

Nico Bauer, der sein Spieldebüt gab, machte seine Arbeit in der Verteidigung gut, ging unerschrocken zum Ball, lieber ins „Aus“ als durchlassen, war die Devise.

Dann endlich in der 19. Minute konnte der Gegner versenken. Das Chaos vorm Tor des Bannewitzer Torhüters Theo Lindner war zu unübersichtlich, er hatte keine Chance. Dennoch war er ärgerlich.

Die 2. Halbzeit begannen wir die erste. Kampfeswille mit guten Konterchancen, aber Rudelbildung brachten die Freitaler nicht sehr weit, und wenn der Ball in deren Besitz war und der Trainer zum Angriff rief, waren die Verteidiger, wie Henry Baumann mit Nico Markert und Nils Schwarzer mit dem Neuen, Erik Zöller, zur Stelle und nahmen sich unerschrocken der Bälle an. Respekt, wie sie sich, fast eine Kopf kleiner, wehrten. Da sind neue Talente im Kommen.

Aragon-Tom Noack, der aus Freital nach Bannewitz kam, schoss wohlverdient in der 37. Minute sein erstes Tor. Klasse! Dieser Spieler hat ein großes Potential, er ist Kämpfer, steckt Schmerz weg und läuft und läuft. Das wird der Mannschaft gut tun.

In der 21. und 22. Minute musste die eingewechselte Torhüterin Lotte Leuschner hinter sich greifen. Daran war sie nicht allein schuld. Sie machte ihre Aufgabe sehr gut, lief dem Ball entgegen und schoss ihn dann mit Kraft aus dem Torraum. Das ist für ein Mädchen, gemessen an ihrer Erfahrung, eine sehr gute Leistung!

Alles im allen hat Bannewitz verdient gewonnen, jedoch fiel das Ergebnis für ein Testspiel zu hoch aus, es fehlten echte Herausforderungen.

Die Torschützen der Bannewitzer: 2 x Justus Juschten, 1 x Timon Kohser, 1 x Aragon-Tom Noack, 2 x Tom Schütze und 4 x Nico Zessel.

Die Meinung des Trainers:
Ich messe Ergebnisse nicht an der Höhe der gewonnen Tore, sondern an der Umsetzung der Trainingsaufgaben. Hier muss ich sagen, haben die Bannewitzer ihre Hausaufgaben gemacht. Das Heranführen der unerfahrenen Spieler funktioniert erwartungsgemäß sehr gut. Durch den ersten Einsatz in der Verteidigung bis zum Mittelfeld werden die Spieler mit der echten Spielhärte langsam konfrontiert, können sich steigernd beweisen und vor allen sehen sie aus dieser Position hervorragend, was zu Toren führt, und was nicht.

Dass Fußball ein Mannschaftsspiel ist und man Tore meist über Pässe erzielt, haben die Vordern Vier, Juschten, Kohser und Zessel sowie Schütze verstanden. Dennoch will ich, dass sie bei freier Schussbahn draufhalten – Feuer und Tor!

Ich habe mir monatelang die Trainingsmethoden der U10, jetzt U 11, in der Nachwuchsakademie von Dynamo angesehen und mir ist aufgefallen, dass die moderne Spieleinstellung und damit auch die moderne Methodik mit alten Zöpfen, wie Unterlegenheit durch Klein gegen Groß oder 1 Jahr jünger gegen ältere usw. aufräumt. Das sind Schutzbehauptungen der Verlierer, so René Schäfer, der Cheftrainer.

 

Gespielt wird im Kopf, so der Dynamo Trainer. Der Ball klebt am Fuß, dribbeln immer wieder dribbeln mit zielgenauen Schüssen zum Partner, das sind die Basics. Hier macht es weiterhin die Schnelligkeit. Beherzigt man das, dann kann man die Gegner, egal wie alt oder groß sie sind, müde spielen, wie es im Jargon heißt, zerstören. Dann kann man Kinder, gerade den Bambinis entschlüpft, in einer spielstarken F etablieren. Das alles überzeugt mich zutiefst, und es gibt keinen Grund, andere Trainingsmethoden anzuwenden.

Mein Kommentar dazu: Es gibt im Business wie im Fußball ein Sprichwort – „Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die langsamen“.

Von diesen Leitsätzen der Dynamos überzeugt, wollen wir unser Training fortsetzen.

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