Torhüter im Urlaub

Torhüter im Urlaub
Die F2-Bannewitz gewinnt im Pokalspiel gegen den 1. FC Pirna 2 hochverdient mit 0:10

Pokalspiele, so sagt man, haben ihre eigenen Regeln. Für die Bannewitzer F2 scheint es aber im Moment keine Regeln zu geben. Alle bisherigen Spiele incl. Testspiele wurden gewonnen. Das gab den Spielern zumindest die Zuversicht, dass der Wettbewerb in Pirna nicht ohne Chancen abgehen würde.

Dem Spiel die Ehre gebend war der Leiter Fußball vom SV Bannewitz, Bernd Lindner, angereist. Er konnte sich überzeugen, dass mit seinem Nachwuchs eine gute Generation heranwächst, die einmal die Herrenmannschaft auffüllen wird und dass sein Enkel, Theo Lindner, ordentlich arbeitet.

Und so war es. Bereits nach genau 55 Sekunden locht Justus Juschten ein – verdient, denn Justus hatte außerordentlich gut und fleißig trainiert. Durch exzellente Vorlagen war er für die folgenden Tore nicht selten der „Macher“. Das Rasenspiel, vorhergesagt buckelig, hatten die Bannewitzer gut im letzten Training vortrainiert. Daher waren die Pässe zwar oft zu kurz, jedoch nicht so, wie bisher. Der Ball rollte und so konnte Nico Zessel in der 4. Minute seinen ersten Treffer landen. Dann passierte lange nichts. Das Spiel verlief in der Regel auf der Seite der Pirnaer, aber Abschlüsse konnten die Bannewitzer zunächst nicht so recht setzen. Der gut vorbereitete Torhüter den Bannewitzer, Theodor Lindner, musste nur einmal (!) zugreifen. Das war auch außer Abschlägen bzw. Abschüssen alles. Urlaub für den ehrgeizigen Jungen. Dann entspannte sich die Lage jedoch vor der Halbzeit noch mit zwei Toren durch Zessel und Tom Schütz zum 0:4.

In der Halbzeitpause wurde gewechselt und die gut vorbereitete Torhüterin, Lotte Leuschner, wurde eingewechselt. Um es vorweg zu sagen, sie musste nicht einmal eingreifen, stand gelangweilt da und war schon etwas sauer, dass die Mühe des Sondertrainings in der Woche und vor dem Spiel umsonst gewesen sein sollte. Dennoch verfolgte sie mit wachsender Begeisterung die Torfolgen.

Dann ging es so weiter, wie in der 1. Halbzeit. Die Bannewitzer kamen immer besser ins Spiel und die Neueinwechslungen, Aragon-Tom Noack und Henry Baumann machten ihre Arbeit super, auch der nun mitspielende Torhüter Theo Lindner kam zum Zug und schoss sein Tor durch einen geschickten Alleingang in der 26. Minute an zwei gegnerischen Spielern vorbei.

Henry Baumann, nicht der körperlich Größte der Bannewitzer, muss man zusätzlich erwähnen, weil dieser junge Spieler des Nachwuchses einen Bogenlampenball unerschrocken mit der Brust annahm, wo gewöhnlich seine Mitspieler den Kopf einziehen. Toll, einfach toll! So schossen noch in der 2. Halbzeit die Spieler, Kohser, Schütze und Noack die Tore.

Alles in allem ein gutes Spiel, dass in der Regel in der Hälfte der Pirnaer stattfand. Diese Kinder, übrigens fast alle Bambini-Aufsteiger, gaben alles, jedoch kamen sie leider nicht zu einem Ehrentor. Eins jedoch muss man erwähnen. Ein Spieler dieses Teams, fast einen Kopf kleiner als der Durchschnitt aller Spieler, war wieselflink sowie unerschrocken am Ball und machte auch unseren Spielern vor, dass es nicht die Körpergröße macht, sondern die Schnelligkeit – die Meinung von Dynamo lässt grüßen! Diesen Jungen wird man sich merken müssen ein sicheres Talent der Zukunft.

Die Torschützen: 1 x Justus Juschten, 2 x Timon Kohser, 1 x Theo Lindner, 2 x Aragon-Tom Noack, 2 x Nico Zessel, 2 x Tom Schütze.

Die Meinung des Trainers:

So sieht Zufriedenheit aus. Die Spannung in Kombination mit schnellem Puls bei mir fällt ab. Dass das Ergebnis so hoch ausfallen würde, war nicht zu erwarten. Jedoch die Trainingsmaßnahmen waren getroffen worden, auf einen stärkeren Gegner zu treffen.

Mit Begeisterung verfolge ich die Teamfähigkeit dieser jungen Mannschaft, erfolglose Alleingänge sind sehr selten geworden und viele Spieler haben begriffen, Fußball ist ein Mannschaftssport. Dass aussichtsvolle Alleingänge, wie bei Justus Juschten und Theo Lindner zu Erfolg führen, ist unbedingt gewollt: Freilaufen – zielen – Schuss – Tor! Insofern gebührt eine hohes Lob Justus Juschten, der durch gut gespielte Vorlagen dieses Ergebnis geprägt hat.

Mit Aragon-Tom Noack wird sich ein weiter Spieler zur bisherigen Vierer-Trainingsgruppe um Zessel, Juschten, Schütze und Kohser gesellen. Damit haben wir schon das Ziel der ersten Halbserie erreicht, nämlich eine schlagkräftige Mannschaft für Sonderaufgaben, wie eben Pokalspiele, zu haben. Diese Spieler werden wir nun Zug um Zug den jungen Spieler beigegeben, um schnell auch deren Niveau und damit Spielfreude zu entwickeln.

Das bisherige Konzept ging auf und es gibt keinen Grund es zu ändern. Der nächste Gegner im Pokalspiel wird mit Sicherheit kein einfacher Gegner sein, und wir werden uns ihm stellen. So bleibt nur noch zu wünschen, dass das Spiel am kommenden Wochenende gegen Schmiedeberg ein Erfolg werden möge. Wir werden alles dafür tun.

An dieser Stelle ein Dank an die Pirnaer Spieler und Trainer, es war eine entspannte Atmosphäre, ganz im Sinne des FairPlay.

IMG-20170909-WA0003

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.