Vom Winde verweht und alles mal Umkehren

Unsere Freunde das SV Sachsenwerk
Unsere Freunde das SV Sachsenwerk

Dieses Freundschaftsspiel gegen den SV Sachsenwerk F1 hatte Trainer Jürgen Meißner aus mehreren Gründen ausgesucht. Erstens spielte er als Kind und Jugendlicher zu DDR-Zeiten in dem damaligen Vorläufer, der BSG Motor Dresden Niedersedlitz Fußball  – Erinnerungen an die Vergangenheit sollten geweckt werden – und zweites suchte er einen Partner, der für seine Mannschaft ein guter Sparringspartner für das wichtige Pokalspiel gegen den SV Wesenitztal sein sollte. Der SV Sachsenwerk spielt derzeit in der Stadtliga Dresden und besetzt gegenwärtig den 6. Platz.

Durch das Wetter musste das Spiel verlegt werden, somit haben beide Mannschaften mit Ausfällen zu tun gehabt. Der Wettergott hatte zwar zur Spielverlegung beigetragen, ließ aber dann den Regen oben und schickte dafür viel, viel zu viel unangenehmen Wind.

Die Strategie für die Bannewitzer lautete: Als erste Aufstellung gehen alle spielstarken Kader auf den Rasen, die im Pokalspiel nominiert werden könnten, leider ohne Tom Schütze und Aragon-Tom Noack. Nach der Halbzeit sollten alle jungen Spieler, besonders aus den Bambinis kommend, im Sturm und Mittelfeld eingesetzt werden, und die Stürmer sollten in der Defensive arbeiten, hinten dicht machen und ggf. im Konter eingreifen.

Mit Spielbeginn waren die Bannewitzer mit Nico Zessel wieder unterhalb der gesetzten 5-Minuten-Marke erfolgreich. Dann lochte Justus Juschten ein und kurz darauf wieder der laufstarke Rechtsaußen, Zessel. Letztendlich setze Theodor Lindner die Krone auf und lochte zum 4:0 zur Halbzeit ein. Die Gegner ließen in der Verteidigung genügend Räume offen, sodass das immer wieder einstudierte Passspiel einen reichlichen Torsegen bringen konnte. Zweifelsfrei hatten die Freunde aus dem Sachsenwerk gute Spieler, die leider nicht immer in den Aktionen dann Anspielpartner fanden. Das witterten die Bannewitzer. Zufrieden konnte Trainer Meißner die zweite Halbzeit, „verkehrtes Spielen“ angehen.

Jetzt gingen der eigentlich noch Bambini-Spieler, Nils Schwarzer, ins Mittelfeld, Nico Bauer wie auch Henry Baumann in den Sturm. Die sonstigen Offensivspieler Zessel, Juschten, Lindner wie auch Kohser sollten sich abwechselnd die Verteidigung absichern.

Unglaublich was nun passierte! Die Youngster schlugen sich wacker und machten dem Gegner, der übrigens auch jüngere Spieler einsetzte (einer davon 5 Jahre alt!!!), die Angriffe schwer. Das Spiel bekam dennoch den Geschmack des „Hin und Her“. Wenn die Bannewitzer Stürmer den Ball verloren, waren die laufstarken „Verteidiger“ zur Stelle. Oft erlebte man dann doch den Einen oder Anderen, der schnell in seine Stammrolle verfiel. Dort musste Meißner coachend eingreifen und den angedachten Spielraum schmunzelnd anmahnen.
Somit konnten die Gäste in der 30 Minute den Ehrentreffer erzielen und Torhüterin Lotte Leuschner kamen die Tränen – unberechtigt, denn sie hatte bisher alles richtig gemacht, langweilte sich dennoch mächtig im Tor. Leider war sie durch gutes Zureden nicht zu bewegen den Kasten weiter zu besetzen und Ersatztorhüter Theo Linder sprang schlagartig ein. Jetzt hatten es die Gegner natürlich nicht einfacher, denn Lindner ist nicht nur ein guter Offensivspieler sondern auch hervorragender Torhüter, der übrigens im Pokalspiel diese Rolle einnehmen wird.

So kam es dann doch noch zu zwei Toren der Bannewitzer, eins durch einen super Schuss von Nico Bauer und das zweite ging als Eigentor nochmals auf das Konto von Bauer, der den Gegner anschoss. Nils Schwarzer gemeinsam mit Henry Baumann gingen immer wieder beherzt die Gegner an und versuchten bis zum Schluss, weit über die Spielzeit hinaus, durch Schüsse auf das Tor ihre Treffer zu landen. Jedoch ihre altersbedingte Schuss kraft ließ das leider nicht im vollen Umfang zu. Zudem hatten die Gäste einen sehr aktiven Torwart, der nicht viel anbrennen ließ. Seine Tore gingen zumeist auf Fehler in der Defensive zurück.

So dauerte die 2. Halbzeit vereinbarungsgemäß 30 Minuten gab den Jungspielern des SVB genügend Zeit, die Rolle der sonstigen Spieler kennen und respektieren zu lernen, wie auch umgekehrt. Von Erschöpfung danach keine Spur.

Die Torschützen (A-Z): 2 x Nico Bauer, 1 x Justus Juschten, 1 x Theodor Lindner, 2 x Nico Zessel

Die Meinung des Trainers:
Es ist schon gewagt, in einem Testspiel zum Einen die maximale Stärke einer Mannschaft testen zu wollen, dann aber die Spielstrategie auf den Kopf zu stellen und „Hinten“ nach „Vorn“ zu holen und umgekehrt.

Die erste Halbzeit hat gezeigt, dass das Nachurlaubstraining eine Menge gebracht hat und die Spieler zu altem Selbstvertrauen zurück gefunden haben. Da Schütze und Noack nicht da waren, werden wir im nächsten Punktspiel eine Halbzeit die geballte Stärke noch mal testen. Meine Mannschaft und auch ich möchten, dass wir im Pokalspiel alles versucht haben sollten, dem Gegner mit Selbstvertrauen entgegenzutreten. Pokal ist nun mal der Hype und wer möchte da nicht gern in Richtung „Pott“ spielen. Zu dieser, meiner Mannschaft habe ich Vertrauen.

Dass unsere Jungen ein derart gutes Selbstvertrauen hatten, war zwar von mir geahnt, jedoch zu beweisen. Genau das haben diese „Teufelskerle“ gemacht und gezeigt, dass zunehmend mit ihnen zu rechnen ist. Natürlich muss man als Trainer darauf Rücksicht achten, dass sie physisch sorgsam eingesetzt und überwacht werden. Mit diesem Experiment habe ich mir selbst und den Skeptikern bewiesen, dass alles möglich ist, wenn man Vertrauen hat, in sich selbst und in die Kinder.

 

Danke den Sponsoren!

Nachdem sich unsere F2-Mannschaft mit Kindern aus verschiedenen Mannschaften zusammengefunden und bereits mit guten Leistungen etabliert hatte, brauchte sie auch dringend neue Bekleidung: Spielersachen kurz für den Sommer, lang für den Winter, wie auch Trainingsanzüge und Regenjacken – denn Fußball findet bei (fast) jedem Wetter statt! Aber auch für den neuen Trainer waren Ausrüstungen erforderlich.

Diese Botschaft erreichte drei Sponsoren, die den Kauf dieser neuen Bekleidung und Ausrüstungen ermöglichten:

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www.rechtsanwalt-metzner.de

Im Namen der Kinder, des Trainers Jürgen Meißner sowie der Eltern danken wir den 3 Partnern auf das Herzlichste.

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D1 wieder siegreich

Nach den Herbstferien und einer längeren, fußballerischen Pause trat die D1 des SVB am Samstag zu Hause gegen die SG Wurgwitz an. Nach der Niederlage gegen die SG Motor Wilsdruff und in voller Besetzung waren die Jungs bis in die Haarspitzen motiviert und wollten unbedingt zurück auf die Siegerstraße.

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In den ersten 10 Minuten passierte nicht viel. Die beiden Teams spielten auf Augenhöhe und die Wurgwitzer ließen kaum Chancen zu. Ein Kopfball von Joel und je ein Schussversuch von Romeo und Luis war alles. Nach einem Rückpass des gegnerischen Abwehrspielers gab es in der 13. Minute Freistoß für den SVB in aussichtsreicher Position. Romeo schnappte sich die Kugel und hielt einfach drauf. Der Ball wurde von Philipp abgefälscht und landete im Tor. Sein 2. Tor machte Romeo in der 17. Spielminute, nach einem tollen, unhaltbaren Fernschuss. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte haben sich die Bannewitzer noch einige Chancen durch Luis und Niko erarbeiten, konnten aber kein Tor mehr erzielen. Auf der anderen Seite kam es nach Foul im Strafraum zu einem Neunmeter. Jakob ahnte die Ecke und hielt das Ding sensationell! So gingen die Jungs mit einer 2:0 Führung in die Halbzeit.

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Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Innenverteidiger Theo und Johann plötzlich jede Mange zu tun und man merkte, dass die Wurgwitzer hier noch nichts verloren gaben. Doch nach etwa einer viertel Stunde begann der SVB wieder zu kombinieren und den Ball ansehnlich durch das Mittelfeld aus Marius und Kevin zu passen. So landete der Ball nach einem guten Steilpass von Kevin bei Luis, der die Kugel gekonnt und überlegt in der langen Ecke versenkte. Bis zum Schluss blieben die Bannewitzer Herr der Lage und ließen wenige Möglichkeiten durch die Gäste zu. Mit 3:0 gewann die D1 des SVB schließlich verdient gegen die Jungs der SG Wurgwitz.

Ein voller Erfolg – für die Mannschaftskasse und wir haben dazu gelernt

Bannewitz E1 gegen 1. FC Pirna 0:5 (3:9)

Am 22.10.2017 war das Wetter richtig herbstlich, Wind, Wolken bei 12 Grad.

Das letzte Spiel in Pirna Copitz war ja ein Achtungszeichen, trotz der hohen (nicht dem Spiel entsprechenden Niederlage 11:1) da unsere Jungs dort prima gegengehalten haben und gerannt sind, was das Zeug hält. Heute sollte gegen den 1. FC Pirna ein gutes Ergebnis her, vielleicht ist ja ein Unentschieden drin. So zumindest die Gedanken vorm Spiel.

Begonnen haben wir heute mit: Nick im Tor, Yaro, Turan und Neven in der Abwehr, Richard und Leander vor der Abwehr. Cedric, Frederik und Jeremy als Einwechselspieler.

Die Pirnaer bis auf eine Ausnahme allesamt mit „alten“ (Januar bis Mai) 2007er Jahrgängen besetzt, hatten einen spielerischen und körperlichen Vorteil von Beginn an.

Die ersten 2 Minuten haben unsere Jungs völlig verschlafen, denn es stand dann bereits 0:2. Sowas ist ärgerlich und macht das ganze Spiel kaputt. Da war keine Bewegung zu erkennen und die Pirnaer haben das eiskalt ausgenutzt. Dann rappelten sich unsere Jungs auf und kamen besser ins Spiel. Alle sind bis Anschlag gerannt und haben versucht den Spielablauf der Pirnaer zu stören sowie eigene Akzente zu setzen. Von der 9. bis 11. kamen alle unser Einwechselspieler rein, unsere Jungs haben selbst angezeigt, dass sie raus wollten, ein gutes Zeichen, alle sind bis ans eigene Limit gegangen. Weiter so!

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Bis zur 20. Minute war es ein Spiel in der Mitte des Platzes, keine Mannschaft kam so richtig ernsthaft vors andere Tor. Bei uns lief zu viel immer wieder über Richard und den haben die Pirnaer ordentlich zugestellt und attackiert. Die Pirnaer haben 2-3 dicke Chancen versiebt bzw. wir hatten Glück.

IMG_3650[1]Wie schon so oft waren es wieder die letzten 5 Minuten der ersten Halbzeit, in welchen wir 3 Tore kassiert haben. Die Kondition der älteren Jungs, die schon eine Saison Liga gespielt haben ist halt für 25 Minuten und nicht nur 20 Minuten top. Zur Pause stand es 0:5, was nicht gerade dem Spielverlauf entsprach, eher unserer Schlafmützigkeit und der unterlegenen Kondition.

In Hälfte zwei blieben erst einmal Richard, Leander und Frederik draußen. Cerdic sollte als Spitze weit vorn bleiben und auf Konter warten. Das klappte in der 27. Minute genau richtig, ein langer Ball aus der Abwehr von Neven konnte Cedric schön mitnehmen, den letzten Mann der Pirnaer überlaufen und flach neben dem Tormann zum 1:5 einschieben. Unsere Jungs drückten weiter, die Pirnaer waren also auch nicht so stabil wie es erst schien. In der 30. Minute Eckball Turan, Yaro und der Pirnaer Torwart sind am Ball und drin ist er! Es steht 2:5, so kann es weiter gehen. Die Antwort der Pirnaer kam prompt. Pressing und sehr schnelles Spiel auf unser Tor. In der 32. und 34. Minute dann wieder zwei Tore der Pirnaer, wir wechselten wieder, um frische Power ins Spiel zu bringen. In der 35. Minute setzt sich Richard in schönem Dribbling im Mittelfeld gegen 3 Pirnaer Spieler durch, spielt nach links zu Cerdic in den Strafraum der macht es direkt, der Ball tänzelt, da der Torwart ihn nicht festhalten kann, dann ist Leander zur Stelle und der Ball ist hinter der Linie. Es steht 3:7. Jetzt lief es immer besser für unsere Jungs, wir hatten zahlreiche Ecken und einige Chancen aus dem Spiel heraus. Aber das Spiel war schnell und die Pirnaer setzen einen Konter nach dem anderen in unsere Richtung ab, dass kostete natürlich Körner. Lange konnten wir das Spiel offen halten aber zwischen der 40. und 43. Minute war der Pirnaer Druck enorm und bei einigen war die Luft raus. So kassierten wir in einer unkonzentrierten, Phase einen weiteren Doppelpack (42. und 43. Minute) zum 3:9.Wir tauschten noch einmal unsere „ausgeruhten“ Jungs kamen wieder rein. Keiner wollte hier aufgeben. Turan und Richard gingen jetzt in die Mitte. Die beiden haben heute den „großen“ Pirnaern bis zum Schlusspfiff die volle Kante gezeigt und sind an ihr Konditionslimit gegangen. So können wir in der Liga nicht nur bestehen sondern den Gegner knacken. Bis zur 50. Minute hatten wir noch einige Vorstöße, leider ohne Erfolg. Unser Schiri Holger Knoch musste in den letzten 7 Minuten einige Freistöße auf beiden Seiten pfeifen, es ging ganz schön zur Sache, aber nicht übertrieben hart. Es blieb bis zum Ende ein schnelles und abwechslungsreiches Spiel, was die Pirnaer am Ende verdient gewonnen haben, sie waren spielerisch und konditionell besser.

Trotzdem ein großes Kompliment an die Mannschaft, keiner hat gemeckert und aufgegeben, wir sind einen großen Schritt weiter!

Kleine Einzelkritik: Nick hat im Tor prima gehalten, ist ohne Angst in die Bälle, hat schön abgeworfen und abgestoßen, das hat soweit alles gepasst. Neven hat bis auf zwei „Anfangswackler“ eine ganz solide Vorstellung abgegeben und ist eine sichere Bank in der Abwehr, hat das erste Tor vorbereitet. Yaro ist heute viel gelaufen, hat ein Tor gemacht, das war prima. Zum Schluss war die Kondition weg, da wurde es für den Gegner etwas hölzern. Frederik hat heute ganz unaufgeregt verteidigt, ist immer dran geblieben, weiter so! Jeremy hat sehr überlegt abgespielt, er arbeitet sich von Spieltag zu Spieltag vor, das Stellungsspiel war nicht immer gut, aber die Richtung stimmt! Turan ist heute weite Wege gegangen hat super gespielt, war zweikampfstark hat ein Tor vorbereitet, heute gab es keine Wutausbrüche Klasse, bitte nur noch so! Richard hatte die meisten Ballkontakte, war sehr zweikampfstark, hatte schöne Dribblings und eine Torvorlage, hat hinten und vorn alles gespielt, heute gab es kein Gemecker, so soll es sein. Cedric ist und bleibt unser Knippser. Eiskalt und energisch, die Laufarbeit muss noch besser werden, er kann unser Topangreifer werden! Leander hat einen ausgeprägten Torriecher, ist schnell, versteht das Spiel und ist somit immer eine Überraschung für den Gegner, an der Kondition und an der Ballsicherheit arbeiten wir noch.

Das Elterncafe war heute dank zweier paralleler Spiele gut besucht, das war ein echter Erfolgt, danke an alle beteilgten Eltern, super!

Gruß Stefan

Gerechter Sieg trotz Ferien in den Beinen

Wer als Tabellenerster an den Start geht, ist immer der Gejagte. Das kennt Trainer Jürgen Meißner aus seinem bisherigen Sportlerleben – „Wer vorn fährt, muss unentwegt in den Rückspiegel sehen…!“ – so seine Erfahrungen. Genau das tat er, indem er seine Mannschaft zur Vorsicht ermahnte, denn auch Mannschaften auf dem Mittelplatz der Tabelle können kreuzgefährlich sein.

Wie immer war die Mannschaft des Gastgebers aus Bannewitz so eingestellt: Das erste Tor in 5 Minuten! Das Spiel begann, und bereits nach einer Minute erfüllte sich Tom Schütze diesen Wunsch, damit auch den von Meißner. Dennoch schien irgendwie Leim auf dem Feld ausgekippt worden zu sein. Obwohl die ersten Minuten das Spiel fast nur im Feld der Reinhardsgrimmaer stattfand, fanden die Blauweißen nicht so recht zueinander. Folgerichtig lochten dann die Gegner in der 6. Minute durch Abwehrfehler der Bannewitzer Youngster ein. Das war gerecht für Reinhardsgrimma. Tom Schütze schien das nicht zu passen und so erzielte er genau eine Minute später wieder den Führungstreffer. Genau das passte nun den Gästen wiederum nicht, und eine Minute später lochten sie wieder ein – Schlagabtausch! Lotte allein gegen den Gegner vergaß das Herauslaufen und so hatte sie keine Chance. Tränen flossen… Das war das letzte Mal, dass die Gegner erfolgreich waren.

Dennoch verlief das gesamte Spiel zäh. Das für die Bannewitzer markante Passspiel kam nicht so recht zu Stande. Schätzungsweise 6 gute Pässe, davon einer bundesligareif, konnten die Bannewitzer insgesamt spielen. Das war ein Bruchteil dessen, was sonst den Gegnern das Fürchten lehrt. Ferien in den Beinen?

Gute Einzelleistungen der Bannewitzer waren dennoch unverkennbar. Tom Schütze, wie schon erwähnt, war immer zur Stelle, wo es brannte – sein Laufpensum: hervorragend. Theodor Lindner, einer der Jüngsten, „Baumlang“ mit guten Laufeigenschaften, war auch überall dort, wenn es um den Ballbesitz ging. So fühlte sich auch sein Puls an. Dies betrifft ebenso Justus Juschten und Nico Zessel. Justus Juschten hatte seine absolute Form mit nur einem Tor im Feriengepäck gelassen, dennoch war sein technischer Einsatz von erster Güte. Nico Zessel, der das Eckige zu treffen, oft Probleme hatte, spielte hervorragende Pässe von rechts außen in die Mitte. Er erzielte das wohl lustigste Tor – 2 x Innenlatte ehe sich der Ball hinter der Torlinie verabschiedete. Egal, wichtig war: drin!

Die jungen Abwehrspieler der Bannewitzer sind naturgemäß unerfahrener und oft kleiner als die älteren Spieler. Oft hatten sie Mühe, die Konter der Gäste parieren zu können. Dennoch war ihr Mut, sich in den Weg zu stellen, respektabel. Nils Schwarzer, eigentlich Bambini, ging beherzt zum Ball. Da hatten die schnellen Gegner oft das Nachsehen. Dennoch ist es normal, wenn auch er überrannt wurde. Das betraf auch Henry Baumann, den man jedoch seine paar Altersmonate mehr anmerkt. Auch er zeichnete sich wieder damit aus, dass er einen hohen Flugball mit dem Oberkörper hervorragend annahm, da, wo andere den Kopf einziehen. Einfach toll!

Von Nico Bauer ist man gewohnt, dass er scharfe, weite Pässe spielen kann, und das tat er auch. Dass der Gegner seine Chancen hatte, ist unbestritten, einige verhinderte er durch hohe Laufbereitschaft und körperlichem Einsatz.

Erik Zöller, der technisch unerfahrenste Spieler und mit eben erst erteilter Spiellizenz, hatte, neben Theodor Lindner als „Aufpasser“ in der Verteidigung, sein Spieldebut. Er kam zwar nur dreimal zum Ballkontakt, dennoch gab es dabei nichts auszusetzen. Im Notfall war der pfeilschnelle Linder zur Stelle.

Lotte als Torhüterin, mit wieder vorab erhaltenen Sondertrainingseinheiten, machte ihre Arbeit sehr gut. Die beiden kassierten Gegentreffer gehen nicht auf ihr Konto. Hier hat der Trainer das Risiko zu tragen, wenn er junge und dazu körperlich kleine Spieler einsetzt. Dennoch ist es richtig, auch diesen Kindern eine Chance zu geben und damit deren Selbstvertrauen Zug um Zug aufzubauen. Dies insbesondere, wenn ein Ergebnis zu Ende eindeutig lautet.

Der Gegner spielte respektabel und wehrte sich mannhaft gegen die Bannewitzer. In der Technik waren sie dennoch unterlegen, auch ließ gegen Ende deren Kondition nach. Hier bewehrt es sich, die Spieler lieber oft aus- und dann wieder einzuwechseln. Das Ergebnis war gerecht, sowohl die Gegner als auch die Bannewitzer Blauweißen hatten gleichviel ungenutzte, vergebene Chancen.

Die Torschützen (A-Z): 1 x Justus Juschten, 2 x Theodor Lindner, 2 x Tom Schütze,  2 x Nico Zessel

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Die Meinung des Trainers:

Es geht den Kindern wie den „Alten“, Ferien, auch kurze, hinterlassen Spuren. Das habe ich schon zum Training gemerkt. Die Aufmerksamkeit fehlt und die Beine sind schwer. Das ist normal und bedarf keines weiteren Kommentares. Das Gute dabei ist, dass es in der Regel dem Gegner auch so geht.

Das Passspiel sowie die Lauflust waren bei einigen Spielern noch im Urlaubsgepäck. Daher werden wir, wie gewohnt, das Training mit den Schwerpunkten Ball am Fuß sowie Passen und Freilaufen fortsetzen. Bei den jungen Spielern müssen wir zusätzlich das Bewegen in der jeweiligen Position üben. Hier fehlt ganz normal altersbedingt das Verständnis.

Und damit habe ich als Trainer die Aufgabe, zwischen den Altersunterschieden geschickt zu vermitteln. Also dem geistigen und körperlichen Bedarf der Älteren ebenso nachzukommen, wie die noch fehlenden Voraussetzungen der Jüngeren zu berücksichtigen. Als F-Trainer ist das daher schwierig, weil der junge „Streichelzoo“ auf bereits erfahrene Spieler trifft. Ab der „E“ aufwärts verringern sich diese Unterschiede zunehmend. Wenn ich dann noch die Spielziele sowohl der Eltern als auch die der Mannschaft einbeziehe und dazu die gewünschte Spieldauer und gewünschte Spielposition berücksichtige, ergibt sich eine schier unlösbare Aufgabe. Daher ist man als Trainer immer „gutgemeinten“ Hinweisen ausgesetzt.

Ich bleibe bei der Spielpolitik: Die jungen Spieler erlernen ihr Handwerk mit und neben den Älteren, die jüngeren Spieler haben biologisch bedingt weniger Spielzeit, als die Älteren. Alle Spieler werden entsprechend ihres Könnens, aber auch der Trainingsdisziplin eingesetzt.

Im Freundschaftsspiel kommender Woche werden wir uns auf das Pokalspiel vorbereiten. Am Sonntag werden 3 Spieler mit mir zur Spielbeobachtung unseres Gegners nach Dohna fahren. Dann werden wir im Testspiel die Mannschaft auflaufen lassen, die im Pokalspiel eingesetzt werden wird. Wir müssen testen, wo unsere Grenzen sind. Wenn es die Zeit hergibt, werden wir in diesem Spiel einmal kurzzeitig die Spielestrategie auf den Kopf stellen: Die jungen Verteidiger gehen in den Sturm und die Stürmer gehen in die Verteidigung. Was soll passieren? Alle lernen Respekt vor der jeweiligen Spielposition zu haben und ich als Trainer sowie die Eltern werden auch zu gewissen Einsichten kommen. Dabei ist mir das Testspielergebnis egal.