Hurra-Fußball ging zu Ende

Neuer Film (6).Movie_SchnappschussNachdem die Mannschaft um Trainer Jürgen Meißner in der Halbsaison ein Spiel nach dem Anderen gewann und somit in die Kreisliga aufstieg, war abzusehen, dass jetzt ein anderer Wind wehen würde. So spuckte der Computer des DFB als erstes Punktspiel den Vergleich der F2 gegen die F1 des SV Bannewitz aus. Die F1 erreichte einen tollen 2. Platz in ihrer Staffel mit schwierigen Gegnern. Das Ganze aufgebaut durch engagierte und gut ausgebildete Trainer. An dieser Stelle dem F1-Trainer, Frank Eisenschmidt, herzlichen Glückwunsch zur eben erworbenen Trainer C – Lizenz! Die F1-Mannschaft des SVB ist bekannt dafür, den Gegnern das Leben schwer zu machen.

Neuer Film (11).Movie_SchnappschussSo passierte es in der 4. Minute, dass der gut rausgespielte Konter der F1 vorbei an der Abwehr, bestehend aus den Spielern Nico Bauer und Timon Kohser, das Tor traf. Torhüterin Lotte Leuschner war da machtlos. Eine Minute später nahm Timon Kohser den Ball im Strafraum versehentlich in die Hand, wohl glaubend, dass des Ball im Aus war. Der 9 m-Schuss kam präzise dorthin, wo die Torhüterin nicht hinreichte. Und so krachte es danach noch 2-mal in das Tor der F2, ehe dann Nico Zessel den Abschlusstreffer erzielte. Nach einer Minute später lochte er wieder ein. War das die Wende?

Nun sie kam nicht. Irritiert durch die gut spielenden F1er standen oft unsere Spieler, wo sie nicht stehen sollten. Im Angriff war Justus Juschten als flinker Mittelfeldspieler in der Verteidigung zu finden, während Abwehrspieler Nico Bauer die Rolle des Angriffs übernahm und war bei Kontern natürlich nicht da, da wo er sein sollte. Hier sah man deutlich, dass die Mannschaft alles unternehmen wollte, um den Spielstand zu kippen. Das Motto: Dicht manchen und alle dem Ball nach – lieber alle, als gar keiner.

Diese Erfahrung, es eben nicht zu tun, kannten die Spieler der F2 kaum. Woher denn, wenn bisher alles mit „Links“ gelang? Das breit angelegte Spiel der F1 machte es möglich, dass die Konter meist über die Flügel erfolgten. Das bedeutet schnellen Rückzug der Verteidiger und des Mittelfeldes und eine kräftezehrende Laufarbeit. Wenn dann der schussbereite Gegner vor dem Tor abzieht, dann ist der Ball in der Regel im Netz. Dass das dann eine Torhüterin mit Fließbandtoren mürbe macht und blockiert, ist die logische Folge.

Neuer Film (12).Movie_SchnappschussIm Verlauf des Spiels änderte sich die Situation kaum. Dennoch versuchten sich die Spieler der F2 so teuer wie möglich zu verkaufen. Als das Ergebnis mit der Halbzeit nicht mehr zu korrigieren war, setzte der F2-Trainer alle noch bereit stehenden Spieler ein. Kapitän Henry Baumann kämpfte ebenso wild, wie Nico Markert und der bemerkenswert spielende Nils Schwarzer. Letzterer wurde wegen seiner guten Trainingsleistung erstmalig im Mittelfeld getestet und einmal wäre ihm fast ein Torschuss gelungen.

Nach 40 Minuten: Die F1 gewinnt verdient, die F2 hatte ihr Potenzial nicht vollständig abgerufen, daher gilt unser Glückwunsch den Spielerkollegen aus Bannewitz.

Die Torschützen (A-Z):  1 x Justus Juschten. 3 x Nico Zessel

Die Meinung des Trainers:
Wir haben lange nach Gegnern gesucht, wo wir verlieren lernen. Heute ist es passiert und es ist gut so. Die Mannschaft hat gekämpft, jedoch ihr Können nicht in der Breite eingesetzt. Gut gespielt ist nicht genug, Verlieren, weil wir es nicht besser bringen können, das ist unser Ziel.

Auch hier sammle ich Zug um Zug mit meiner Mannschaft Erfahrung. Ich lehne es generell bei schlechten Spielen ab zu begründen, dass die Gegner alle größer und älter waren. Der Fakt ist zwar richtig, nur die Einstellung des jeweiligen Trainers zu sich und zum Gegner ist falsch. An wem sollten wir denn lernen und die Messlatte finden? Nur am Stärkeren! Am Beispiel unseres Nils Schwarzer sieht man ganz deutlich, dass diese Strategie richtig ist. Das verlorene Spiel wird mein Team nicht umwerfen, das Selbstbewusstsein ist gut ausgeprägt. Wir werden noch konsequenter „Ball am Fuß“ trainieren. Die Zweikämpfe „1 gegen 1“ müssen wir zunehmend für uns entscheiden, die Ballannahmen aus der Luft dürfen nicht in „Beinfuchtelein“ enden und die Schnelligkeit des Torhüters/der Torhüterin muss zunehmen. Hier muss auch mittelfristig ein Ersatztorhüter herangezogen werden.

Fazit: Jetzt beginnt die Arbeit richtig, für mich als Trainer und für meine Spieler. Jeder von ihnen hat ein riesiges Herz in der Brust und Vertrauen zu mir, wie ich es umgekehrt zu ihnen habe. Packen wir es an!

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