Die Nuss auf die Torte

Wenn Pokalspiele verlegt werden müssen, ist das immer eine Nervenprobe. Wenn dann der Termin in die Zeit verschoben wird, wo gewöhnlich Frost und Schnee herrschen, dann wünschen alle Spieler, das endlich hinter sich zu bringen. So geschehen mit der F2 des SV Bannewitz und der F1 des SV Wesenitztal. Beide Mannschaften wurden ungeschlagene Herbstmeister, nun war zu entscheiden, wer darf im Pokal eine Runde weiter? Und das wollten die Bannewitzer. Sie trainierten hart und bei Wind und Wetter. „Die Halle kann warten“, so Trainer Jürgen Meißner. „Erst wollen wir im letzten Outdoor-Spiel klare Verhältnisse schaffen“.

Wenn in Bannewitz die F2 im Pokal so weit gekommen ist und gute Chancen auf einen weiter Coup hatte, wollten sich das der 1. Vorsitzende, Prof. van Pée und der Leiter der Abteilung Fußball, Bernd Lindner, in der ersten Reihe ansehen.

Von der Körpergröße waren beide Mannschaften identisch. Waren sie es auch in der Spieltechnik und -taktik? Die Gäste wählten den Anstoß und Theodor Lindner durfte die Torseite wählen. Also Anstoß für Wesenitztal. Was sie da am Anfang zauberten sah nach zähem Spiel aus. Das Ziel, 5 Minuten bis zum ersten Tor für die Bannewitzer schien nicht aufzugehen. Doch plötzlich bei einem Konter bekommt der Mittelfeldspieler Justus Juschten den Ball zugepasst und locht in der 2. Minute ein. Ein Stein fiel vom Herzen. Was danach kam, war wieder ein gegenseitiges starkes Hin und Her beider Mannschaften und ließ das Ergebnis völlig offen. Juschten fand Gefallen am Torsprint, bekam wieder den Ball vor die Füße und schnell war in der 10. Minute der Sicherheitstreffer im Tor. Eine Minute später nahm sich Nico Zessel von der rechten Seite kommend den Ball vor den Fuß, sah das Eckige, und mit einem sagenhaften Fernschuss traf er das Innennetz – 3:0. Das war ein Polster!

Die Wesenitztaler hatten von diesem Spiel genug und parierten nun die Pässe besser. Aber Erfolg hatten sie nicht. Beide Seiten hatten ihre Chancen. Der Torwart der Bannewitzer, Theodor Lindner, war froh, durch ein Extratraining die Bälle schneller und fester zu halten. Er parierte nicht nur einmal den Ball perfekt. Dafür gab’s vom „K-Block“ der Bannewitzer heftigen Beifall. Die Bannewitzer hatten ein paar mehr Chancen, oft ging der Ball knapp daneben und auch der Gästetorwart verstand sein Handwerk. So gab es dann eine Minute vor der Halbzeit noch ein Tor für den pfeilschnell laufenden Tom Schütze. Er hatte den Auftrag vom Trainer, mehr auf seiner Seite zu agieren und breit zu laufen, was er spitzenmäßig machte. Das kostete bei den Gegnern Kraft.

 

Dann in der 22. Minute machten die Bannewitzer eine fatalen Abwehrfehler, Nico Bauer war zu weit im Mittelfeld und Tom-Aragon Noack muss den Konter übersehen haben. Gerechterweise konnten die Gäste einlochen. Wenige Minuten später wurde dieser Fehler ausgeglichen, indem Nico Bauer eine Flanke schoss, der Ball traf einen Gegenspieler und wurde so zum Eigentor. Das ging aber auf Konto des unermüdlich rackernden Nico Bauer.

Im weiteren Verlauf spielten sich die Bannewitzer in Hochform. Die Pässe liefen super und so klingelte es noch 2mal im Tor der Gegner. Diese machten immer häufiger Fehler. Der Torwart trat den Abstoß mehrere Male vor die Füße der lauernden Bannewitzer oder im Angriff gingen nur 3 Spieler nach vorn und zwei Jungs wartenden auf die Konter der Bannewitzer Jungs. Sowas ist, wer die Bannewitzer kennt, genau das, was ihnen schnelle Konter und freie Räume über die Flügel bringt.

Timon Kohser hatte zwar zum Torschuss keine Chance, jedoch machte er seine Sache als laufender Verteidiger richtig gut. Er gewinnt seit einiger Zeit immer mehr die „1 zu 1 – Situationen“. Und in der 2. Halbzeit konnte dann auch noch Nils Schwarzer zeigen, dass er immer besser als Nachwuchstalent zu dieser Mannschaft gehört.

Alles in Allem ein gerechtes, hervorragendes Ergebnis. Nun ist die Mannschaft auf die Auslosung des nächsten Gegners gespannt und darf mit einem tollen Glücksgefühl in die Weihnachtspause gehen.

Die Torschützen (A-Z): 1 x Nico Bauer, 3 x Justus Juschten, 2 x Tom Schütze, 1 x Nico Zessel

Die Meinung des Trainers:

Die Anspannung vor diesem Spiel war selbst bei mir hoch. Wesenitztal gilt als starke Adresse. Dennoch haben wir unsere Hausaufgaben exzellent gemacht. Das Training von taktischen Elementen, was übrigens für eine F-Mannschaft lt. DFB noch lange nicht auf der „Speisekarte“ steht, zeigt, dass diese jungen Spieler intelligent genug sind, es zu verstehen und umzusetzen.

Dann ist es einzigartig, diese Laufstärke unserer 3 Angriffsspieler zu sehen. Zessel und Schütze, wie auch Juschten gewinnen fast jedes Laufduell und das noch mit dem Ball am Fuß. Das ist eine Augenweite. Alle weiteren Spieler haben sich auf ihren Positionen stark entwickelt. Man muss sich immer wieder vor Augen halten, viele kommen von den Bambinis, und wir Alle spielen erst 4 Monate als Team zusammen. Es macht mir Freude, gedanklich zu entwickeln, was in 2 oder 3 Jahren sein wird.

Wir haben alles erreicht, was ging und freuen uns nun auf die Weihnachtszeit. Die Hallenspiele mit der üblichen Spielschnelligkeit werden eine tolle Abwechslung sein.

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